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Google Spam Update September 2026: Das solltest du jetzt prüfen

Das Google Spam Update September 2026 läuft seit dem 24. September, und Google rechnet mit bis zu zwei Wochen, bis der Rollout vollständig abgeschlossen ist. Wenn deine Rankings oder Impressionen gerade schwanken, ist das also noch kein Urteil, sondern ein laufender Prozess. Dieser Beitrag ordnet ein, was bestätigt ist, was Spekulation bleibt und welche Prüfschritte du jetzt sinnvoll ansetzt, ohne vorschnell an der Website zu schrauben.

Kurz & knapp

  • Google hat das Update am 24. September 2026 als «normales Spam Update für alle Sprachen und Regionen» gestartet; der Rollout kann bis zu zwei Wochen dauern.
  • Es ist bereits das vierte Spam Update des Jahres (März, Juni, August, September) – 2025 gab es nur eines, 2024 drei.
  • Während des Rollouts nichts überstürzt ändern: zuerst dokumentieren, dann gezielt gegen die Spam-Richtlinien prüfen.

Was Google zum September-Update bestätigt hat

Die Faktenlage ist dünn, und genau das ist bei Spam Updates üblich. Google hat den Start am 24. September 2026 bekannt gegeben und das Update als normales Spam Update für alle Sprachen und Regionen beschrieben. Das bedeutet: Es gibt kein separates Länderfenster, und es trifft Websites unabhängig davon, in welcher Sprache sie publizieren. Auch die Dauer ist offiziell auf bis zu zwei Wochen angesetzt, weltweit ausgerollt.

Zum Vergleich: Das Spam Update im August lief nur rund zweieinhalb Tage, vom 18. bis 21. August. Dass diesmal ein deutlich längeres Fenster genannt wird, heisst nicht zwingend, dass es härter ausfällt. Es heisst nur, dass du erst nach Abschluss des Rollouts sauber beurteilen kannst, was sich bei dir tatsächlich verändert hat. Wer in der ersten Woche Seiten umbaut, verwischt die Messung und weiss am Ende nicht mehr, was gewirkt hat.

Wichtig ist auch, was Google nicht gesagt hat: Es wurde keine neue Richtlinie angekündigt. Die Grundlage bleibt die bestehende Liste der Spam-Richtlinien. Google formuliert dort unmissverständlich, dass Websites, die gegen die Richtlinien verstossen, schlechter ranken oder gar nicht mehr in den Ergebnissen erscheinen können.

Vier Spam Updates in einem Jahr: Warum das mehr ist als Zufall

Nach Zählung von Momentic Marketing ist das September-Update das vierte Spam Update des Jahres 2026, nach März, Juni und August. Im gesamten Jahr 2025 gab es nur eines, 2024 waren es drei. Die Taktung hat sich also spürbar verdichtet. Für Unternehmen mit einer Website heisst das praktisch: Spam-Bereinigung ist kein seltenes Grossereignis mehr, sondern ein laufender Betriebszustand der Suche.

Das hat zwei Folgen. Erstens lohnt es sich nicht, nur auf einzelne Updates zu reagieren. Eine Website, die dauerhaft sauber gepflegt ist, muss vor keinem Update zittern. Zweitens wird die Grenze zwischen «schnell viel Inhalt produziert» und «Inhalt, der Nutzern wirklich hilft» immer strenger gezogen. Wer Seiten in Serie mit KI erzeugen lässt, ohne Fachwissen, Beispiele oder redaktionelle Prüfung, bewegt sich genau dort, wo solche Updates ansetzen.

Welche Spam-Richtlinien für Unternehmenswebsites wirklich relevant sind

Die Google-Richtlinien umfassen 16 Kategorien, von Cloaking über Keyword-Stuffing bis zu Scraping. Für eine normale KMU-Website sind nur wenige davon im Alltag kritisch. Die folgenden sechs tauchen in der Praxis am häufigsten auf:

  • Scaled Content Abuse: viele Seiten, die vor allem erstellt wurden, um Rankings zu beeinflussen, und Nutzern wenig bringen. Typisch sind Hunderte fast identische Orts- oder Branchenseiten.
  • Site Reputation Abuse: Drittinhalte, die auf einer etablierten Domain veröffentlicht werden, um deren Ranking-Kraft auszunutzen.
  • Link Spam: gekaufte oder getauschte Links, die vor allem Rankings manipulieren sollen, etwa aus Linkpaketen oder Netzwerken.
  • Keyword Stuffing: unnatürlich wiederholte Begriffe in Texten, Titeln, Alt-Texten oder Fusszeilen.
  • Hidden Text und Link Abuse: Inhalte, die nur für Suchmaschinen sichtbar sind.
  • Hacked Content: fremde Inhalte oder Weiterleitungen, die über Sicherheitslücken auf die Seite gelangt sind. Das trifft auch Firmen, die selbst nie etwas falsch gemacht haben.

Besonders der letzte Punkt wird unterschätzt. Eine veraltete WordPress-Installation mit offenen Plugins kann über Nacht Spam-Seiten hosten, ohne dass du es bemerkst. Ein Update wie das aktuelle kann solche Seiten dann mit voller Wucht abstrafen.

Die 5-Punkte-Prüfung für deine Website

Statt nervös Einzelrankings zu beobachten, hilft ein strukturierter Check. Die Tabelle zeigt, woran du Probleme erkennst und was du als Nächstes tust.

Prüfpunkt Woran du es erkennst Sinnvolle Massnahme
Indexierte Seiten In der Search Console sind deutlich mehr Seiten indexiert, als du selbst erstellt hast. Unbekannte URLs prüfen, Sicherheitsscan durchführen, Schadseiten entfernen.
Dünne Massen-Seiten Viele Seiten mit fast identischem Text, nur Ort oder Branche ausgetauscht. Zusammenlegen, stark erweitern oder mit noindex aus dem Index nehmen.
Backlink-Profil Plötzlich viele Links von fachfremden oder fremdsprachigen Seiten. Muster dokumentieren, eigene gekaufte Links entfernen lassen.
Gastbeiträge und Partnerinhalte Fremde Inhalte ohne Bezug zu deinem Kerngeschäft auf deiner Domain. Entfernen oder klar abtrennen und nofollow kennzeichnen.
Text-Qualität Texte ohne eigene Erfahrung, Zahlen oder Beispiele; stilistisch austauschbar. Priorisierte Überarbeitung der Seiten mit den meisten Impressionen.

Geh in dieser Reihenfolge vor. Der erste Punkt, die Indexierung, ist der schnellste Hebel und der häufigste Überraschungsbefund. Eine Website mit plötzlich hunderten unbekannten Seiten hat meist ein Sicherheitsproblem, kein Ranking-Problem.

So liest du die Search Console während des Updates richtig

Öffne in der Search Console den Leistungsbericht und vergleiche die letzten 14 Tage mit den 14 Tagen davor. Filtere danach nach Seiten statt nach Suchanfragen: Sinkt nur eine Gruppe ähnlicher Seiten, etwa alle Ortsseiten oder alle Ratgeber aus einem bestimmten Zeitraum, ist das ein deutlicher Hinweis auf ein inhaltliches Muster. Sinken dagegen alle Seiten gleichmässig, liegt die Ursache eher bei Nachfrage, Saison oder Technik. Prüfe ausserdem den Bericht zur Seitenindexierung auf plötzliche Sprünge bei «Ausgeschlossen» oder «Gecrawlt, derzeit nicht indexiert». Notiere dir jedes Datum einer Änderung, damit du später sauber zuordnen kannst.

Was du während des Rollouts besser lässt

Die häufigsten Fehler entstehen nicht durch Untätigkeit, sondern durch Aktionismus. Vermeide diese vier Reaktionen:

  • Keine Massenlöschung: Wer aus Panik Dutzende Seiten entfernt, verliert oft Seiten, die Anfragen bringen. Lösche nur, was du klar als minderwertig identifiziert hast.
  • Keine Disavow-Aktion auf Verdacht: Die Disavow-Datei ist für echte Link-Manipulation gedacht, nicht für jedes unbekannte Backlink-Muster.
  • Keine Titel- und Strukturumbauten mitten im Rollout: Sonst kannst du Ursache und Wirkung später nicht mehr trennen.
  • Keine KI-Inhalte in Serie nachschieben: Gerade jetzt erhöht zusätzlicher Massencontent das Risiko, statt es zu senken.

Dokumentiere stattdessen den Ausgangsstand: Klicks, Impressionen und Positionen der wichtigsten zehn Seiten, dazu die Seiten, die Anfragen und Termine bringen. Vergleiche diese Werte erst etwa eine Woche nach dem offiziellen Abschluss mit dem Stand vor dem 24. September. Erst dann lässt sich unterscheiden zwischen normaler Schwankung, einem echten Verlust und einem Gewinn, weil Mitbewerber mit schwachen Seiten weggefallen sind.

Wann sich professionelle Unterstützung lohnt

Ein Spam-Check ist keine Raketenwissenschaft, aber er kostet Zeit und verlangt Erfahrung beim Lesen der Search Console, bei Backlink-Analysen und bei der Einordnung von Inhalten. Externe Hilfe lohnt sich vor allem, wenn dein Traffic nach dem 24. September spürbar einbricht, wenn du unbekannte Seiten im Index findest oder wenn deine Website über Jahre von mehreren Dienstleistern ergänzt wurde und niemand mehr den Überblick hat. Eine saubere SEO-Betreuung prüft solche Risiken regelmässig, statt erst nach dem nächsten Update zu reagieren.

Häufige Fragen

Ist mein Ranking-Verlust durch das Spam Update verursacht?

Das lässt sich erst sagen, wenn der Rollout abgeschlossen ist. Schwankungen in den ersten Tagen sind normal. Entscheidend ist, ob bestimmte Seitentypen betroffen sind, die gegen eine der Richtlinien verstossen könnten, oder ob der Verlust breit und ohne erkennbares Muster auftritt. Im zweiten Fall steckt oft ein anderer Grund dahinter, etwa saisonale Nachfrage oder ein paralleles Core-Update.

Wie lange dauert es, bis sich eine Website nach einer Abstrafung erholt?

Google nennt dafür keine feste Frist. Ranking-Verluste durch Spam-Systeme werden in der Regel erst dann aufgehoben, wenn die Systeme die bereinigte Website erneut bewerten. Das kann Wochen bis Monate dauern. Bei einer manuellen Massnahme reichst du dagegen einen Antrag auf erneute Prüfung ein. Wichtig ist deshalb, die Ursache konsequent und dokumentiert zu beheben.

Sind KI-generierte Texte automatisch Spam?

Nein. Entscheidend ist nicht, womit ein Text entstanden ist, sondern ob er Nutzern echten Mehrwert bietet. Problematisch wird es, wenn Inhalte in grosser Menge vor allem zur Ranking-Beeinflussung erzeugt werden. Texte mit Fachwissen, eigenen Beispielen und redaktioneller Prüfung sind auch mit KI-Unterstützung unproblematisch.

Fazit

Das Google Spam Update September 2026 ist ein normales, aber langes Update in einem Jahr mit auffallend vielen Spam-Bereinigungen. Reagiere mit Ruhe: Ausgangswerte festhalten, den Rollout abwarten, danach Indexierung, Massen-Seiten, Links, Fremdinhalte und Textqualität der Reihe nach prüfen. Wer seine Website laufend sauber hält, muss bei keinem Update nervös werden.

Weiterlesen: Google Spam Update August 2026 abgeschlossen: Was das für deine Website bedeutet · Rankings schwanken, Google bestätigt nichts: Was dahintersteckt

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